Öcher Country-Folk
 - Mundartmusik -

"AIX-Folk"

 


Udo S. - Creativ Commons

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Öcher Kenger
… ein Lied auf unsere selbstbewussten und mutigen „Öcher Kenger“ (Aachener Kinder):

Ein Junge namens Karl ging einst beim Bäckermeister Maw in der Jakobstrasse in die Lehre, der, so hieß es, das beste Brot in ganz Aachen backte. Am 2. Mai 1656 brach in der Bäckerei von Meister Maw ein Feuer aus, von dem aus der große Stadtbrand seinen Ausgang nahm. Alle waren tief betroffen, nur der Teufel freute sich, da aus seiner Sicht die Aachener nun ihre "gerechte" Strafe bekommen hätten.

Vor allem die Aachener Bäcker wollten nun dabei helfen, Geld für einen Wiederaufbau der Stadt zu verdienen. Hierzu wollten sie ein altes Rezept von Kaiser Karl für ein süßes und sehr leckeres Gebäck mit exotischen Gewürzen nachbacken. Nur hatte Kaiser Karl dieses leider mit in sein Grab genommen, von dem keiner wusste, wo es lag.

Der Teufel bot den Bäckern an, ihnen die Stelle des Grabes zu zeigen, wenn er im Gegenzug den Schlüssel zur Domschatzkammer bekäme. Die Bäcker und der Stadtrat willigten zum Schein ein, hatten aber nicht die geringste Absicht den Schlüssel später auszuhändigen. Der mutige Lehrjunge Karl übernahm den Auftrag, sich vom Teufel zur Grabkammer und somit zum Rezept führen zu lassen.

Mit diesem Rezept verdienten die Bäcker nachfolgend viel Geld für den Wiederaufbau der Stadt, da diese Köstlichkeit alsbald im ganzen Land als "Aachener Printe" berühmt wurde.

Und so kam es, wie es kommen musste: der Teufel stand eines Tages in der neuen Backstube und forderte nun den Schlüssel zur Schatzkammer. Der tapfere Karl blieb freundlich und bot dem Teufel an, erst einmal von der neuen Köstlichkeit zu probieren. Weil diese so lecker war, fand die Gier des Teufels kein Ende und er aß mehr als einen Sack der leckeren Printen. Schließlich hatte der Teufel sich so überfressen, dass ihn starke Bauchschmerzen quälten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht und wutentbrannt fuhr er in seine Hölle zurück. Über diesen Ärger vergass er ganz den Schatzkammer-schlüssel und hat sich seitdem auch nie mehr seiner erinnert.

Dem unerschrockenen Auftreten des Lehrjungen Karl ist es also zu verdanken, dass die Öcher ihre "geliebte Printe" haben, ohne dass der Domschatz in die Hände des Teufels fiel.  

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Os Modderesproech
... nun ja, es ist schon autobiographisch, was ich da in dieser kleinen Hymne auf unser Öcher Platt beschreibe. Leider verfüge ich nicht über entsprechendes Bildmaterial, welches die Situation rund um die Wirichsbongardstraße und der Kreuzigungsgruppe („Henger Herrjotts Fott“) zu meiner Zeit damals zeigen könnte. Für uns Kinder gab es keinen besseren Abenteuerspielplatz als die Trümmergrundstücke in unserem Viertel. Ja, und trotz der fehlenden EU-Zertifizierung der dortigen „Spielgeräte“ haben wir überlebt :-). Kamen wir dann etwas „gerupft“ nach Hause, blieb uns eine Schimpfkanonade von Mutter natürlich nicht erspart.

Os Modderesproech
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Hätsät
... ja, wer erlebt es nicht, dass einem manche "liebe Mitmenschen" mit ihrer ignoranten, offenherzigen Kommunikation so richtig auf den Zeiger gehen. Ob es der von früher bekannte klassische Bügel am Kopf war, der als Freisprecheinrichtung genutzt wurde, oder ob die Leute heutzutage ihr Handy wie einen Keks vor ihren Mund oder ans Ohr halten, es ist vom Ergebnis her gleich: Es nervt !!!

Hätsät
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Jeär wier heäm
... stellt euch mal folgende Situation vor: bei Vater und Mutter am heimischen Küchentisch beim Abendbrot. Ihr esst leckeres Brot mit ebenso leckerem Aufstrich, für den Öcher natürlich Apfelkraut, und alle sind entspannt. Das Küchenradio leise im Hintergrund, Vater möchte die Nachrichten nicht verpassen, und vor allem keine störenden Smartphones am Tisch. Eine gute Zeit, das Tagesgeschehen in der Familie zu besprechen. In eine solch beschauliche und behütete Atmosphäre wünscht man sich gerne zurück, wenn es im eigenen Leben aktuell nicht rund läuft. In meinem Lied geht es zwar nur um „Weibergeschichten“, aber auch hier wünscht sich der Protagonist stets an den elterlichen Küchentisch zurück.

Jeär wier heäm
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